KFZ – Versicherung A – Z

A

Abnutzung: Der Anspruchsteller kann sein Kfz reparieren oder sich die Reparaturkosten erstatten lassen. Führt die Reparatur zu einer Wertverbesserung, wird ein Abzug neu für alt vorgenommen.

AKB: Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Kraftfahrzeugversicherung. Diese regelt den Kfz-Versicherungsvertrag zwischen dem Versicherungsnehmer und der Versicherung. Der erste Teil regelt die Allgemeinen Bestimmungen, diese gelten für jeden Autoversicherungsvertrag. Die folgenden drei Teile beziehen sich auf die einzelnen Vertragsinhalte (Kfz-Haftpflichtversicherung, Kaskoversicherung, Insassenunfallversicherung).

Anzeigepflichten: Tritt der Versicherungsfall ein, ist dies dem Versicherer unverzüglich, spätestens innerhalb einer Woche anzuzeigen. Wenn Ansprüche von Dritten bestehen, ist jedes Schadensereignis anzeigepflichtig.

Autoschutzbrief: Der Autoschutzbrief kann zusätzlich zur Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Man erhält umfangreiche Service-Leistungen, z.B. von der Pannenhilfe bis zur Versorgung mit Arzneimitteln nach einem Unfall im Ausland.

B

Behindertenrabatte: Rabatten sind in den Tarifbestimmungen der Autoversicherer geregelt und gewähren Beitragsnachlässe für Behinderte.

Beifahrer: Beifahrer sind versichert, wenn sie im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses zu dem Versicherungsnehmer bzw. Halter den berechtigten Fahrer zur Ablösung oder zur Vornahme von Lade- und Hilfsarbeiten begleiten. Als begleitender Beifahrer ist man nach der AKB nicht mitversichert sondern als Insasse anzusehen.

Brand: Versicherungsschutz bei Brand ist immer dann gegeben, wenn das Kfz vom Brand erfasst oder unmittelbar durch seine Einwirkung beschädigt wird. Anfallende Kosten bei Brandschäden werden in erster Line bei Selbstentzündung (Heißlaufen mit Selbstentzündung, Kurzschluss) oder bei Branderfassung erstattet. Nicht unter den Brandbegriff fallen reine Seng- und/ oder Schmorschäden.

D

Deckungssumme: Ist zwischen Haftpflichtversicherer und Versicherungsnehmer im Versicherungsvertrag geregelt und ist daher ein „Vertragsverhältnis“, wobei die Versicherung das festgelegte Risiko übernimmt.

Doppelkarte: Die vorläufige Deckung durch die Versicherung wird mit der Doppelkarte nachgewiesen. Die Zulassungsstelle verlangt für die Zulassung eines Kfz eine Versicherungsbestätigung für die Kfz-Haftpflichtversicherung. Dies wird durch die Versicherungsbestätigungskarte nachgewiesen.

Deckungszusage: Die vorläufige Deckungszusage des Autoversicherers begründet einen rechtlich selbständigen Versicherungsvertrag. Diese kann nicht nur alleine für die Kfz-Haftpflichtversicherung, auch für die anderen Versicherungsarten der Kfz-Versicherung, Voll- und Teilkaskoversicherung zugesagt werden.

E

Einstellraumrisiko: Außerhalb des Einstellraumes darf die Nutzung des Kfz nicht erfolgen. Das Fahrzeug darf nicht ohne Wissen der Versicherung und mit Willen des Versicherten erfolgen. Der Versicherte darf auch nicht die Nutzung durch Dritte ermöglichen. Diesen Zeitraum nennt man Einstellraumrisiko.

Einzel-Unfallversicherung: Bei der Einzelunfallversicherung versichern Sie sich ganz persönlich nach Ihrer Lebenssituation. Die Einzelunfallversicherung bietet Ihnen somit wesentlich besseren Schutz eine Insassen-Unfallversicherung.

F

Fahrzeugbrief: Der Fahrzeugbrief ist ein amtliches Dokument, welches von Autohersteller mit Auslieferung des Kfz aushändigt wird. Es sind Eigentümer, Anschrift, Zulassungsdatum und alle technischen Angaben über das Fahrzeug enthalten. In den Fahrzeugbrief wird jeder Besitzer des Kfz wird eingetragen. Vorübergehende Stilllegungen sowie technische Veränderungen am Kfz werden darin eingetragen.

Fahrzeugschein: Der Fahrzeugschein ist ein amtl. Dokument, welches dem Fahrzeughalter bei der Kfz-Zulassung ausgehändigt wird. Im Fahrzeugschein sind die Anschrift, Zulassungsdatum und alle technischen Angaben des Kfz, sowie Monat der nächsten Hauptuntersuchung beim TÜV.

G

Gefährdungshaftung: Bei der Gefährdungshaftung hat der Geschädigte lediglich zu beweisen, dass der in Anspruch genommene Kfz-Halter für den Schaden eintritt. Auf ein Verschulden des Halters kommt es nicht an. Jedoch kann sich der Halter entlasten, um somit seine Ersatzpflicht auszuschließen, sollte der Unfall durch ein unabwendbares Ereignis verursacht worden sein. Im Rahmen der Gefährdungshaftung besteht für den Geschädigten kein Anspruch auf Schmerzensgeld.

Geschädigter: Geschädigter ist diejenige Person, die unschuldig durch Dritte zu Schaden gekommen ist. Er hat nach den gesetzlichen Haftpflichtbestimmungen § 823 das Recht auf Schadenersatz.

Grüne Versicherungskarte: Die Grüne Versicherungskarte dient einem im Ausland zum Nachweis seiner Kfz-Haftpflichtversicherung. Bei Fahrten ins Ausland verlangen Staaten bei Grenzübertritt diesen Nachweis. In jedem Land gibt es für den Schadensfall Abwicklungsstellen (Grüne-Karte-Büros).

H

Haftpflichtversicherung: Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist wie der Name verrät eine Pflichtversicherung. Für jeden Fahrzeughalter ist der Abschluss verbindlich. Für den Schadensfall, wird so sichergestellt, dass das dem Unfallopfer in jedem fall Schadenersatz geleistet wird. Ein Versicherungspflichtverstoß ist strafbar.

Höchsthaftungsgrenzen: Für die Haftung eines Schadens auf Grundlage des Straßenverkehrsgesetz (StVG) ist jedem Fahrzeughalter eine begrenzte Schadenersatzpflicht auferlegt. Bei Personenschäden beträgt sie: 600.000 ?/ max. 36.000 ? Rente jährlich; (ab zwei Geschädigten 3.000.000 ?. 180.000 ? Rente jährlich), Sachschäden: 100.000 ?. Die Gefährdungshaftung des Halters sieht keine Schadenersatzpflicht für reine Vermögensschäden und für Schmerzensgeld vor.

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I

Insassen-Unfallversicherung: Bei der Insassen-Unfallversicherung gibt es verschiedene Arten. Nach dem Pauschalsystem sind alle vorhandenen Plätze im Kfz pauschal versichert. Die abgeschlossene Versicherungssumme steht pauschal für alle Personen insgesamt zur Verfügung. Nach dem Platzsystem ist jeder einzelne Platz mit ein und der gleichen Summe versichert. Die Insassen-Unfallversicherung muss auch dann zahlen, wenn der Fahrer nicht für die Unfallfolgen haften muss.

Invaliditätsleistung: Anspruch auf Kapitalleistung bei Invalidität besteht, wenn ein Unfall zu einer dauernden Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit des Versicherten führt. Nach Vollendung des 65. Lebensjahres wird die Leistung als Rente erbracht. Um Anspruch zu erlangen, muss die Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten oder spätestens bis vor Ablauf einer Frist von weiteren drei Monaten ärztlich festgestellt und geltend gemacht werden. Hier können Abweichungen von Versicherer zu Versicherer vorliegen.

K

Kabelschäden: Soweit durch Kurzschluss entstanden, sind diese Schäden sind mitversichert. Allerdings erstreckt sich der Versicherungsschutz nicht auf angrenzende Aggregate wie Lichtmaschine, elektronische Stergeräte etc. Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist mindestens eine bestehende Teilkaskoversicherung.

Kausalität: Besteht versicherungsrechtlich der Zusammenhang zwischen Schadensereignis und eingetretenem Schaden dadurch, dass das Ereignis als Ursache des Schadens anzusehen ist, ist dies die Voraussetzung für die Leistungspflicht durch die Versicherung.

M

Meldepflicht: Die Meldepflicht gehört zu Ihrer vertraglichen Obliegenheit als Versicherter. Eingetretene Versicherungsfälle müssen unverzüglich der Versicherung gemeldet werden. Es bestehen aber gewisse Meldefristen für die Versicherten.

O

Obliegenheiten: Obliegenheiten sind gesetzliche bzw. vertraglich auferlegte Pflichten besonderer Art für den Versicherten. Die schuldhafte Verletzung von Obliegenheiten hat möglicherweise die Leistungsfreiheit und die Kündigung durch die Versicherung zur Folge.

R

Ruheversicherung: Wenn das Kfz bei der Zulassungsstelle vorübergehend abgemeldet wird, berührt das den Versicherungsvertrag grundsätzlich nicht. Aber wird das Fahrzeug für mindestens zwei Wochen stillgelegt, kann der Versicherte die Unterbrechung der Versicherung verlangen. Der Versicherungsschutz läuft aber im vertraglich beschriebenen Umfang noch für ein Jahr beitragsfrei weiter.

Rückstellungen: Gilt der Vertrag bereits als schadenbelastet (z.B. nach einem Unfall), wird man entsprechend der Rückstufungsregelung nach Schadensfällen in die niedrigere Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft. Der Vertrag gilt dann wieder als schadenfrei, sollte innerhalb von 3 Jahren nach Prüfung der Haftungsfrage durch die Versicherung keine Haftung oder Schadenersatzpflicht bestehen. Anstehende Anwalts- und Gerichtskosten bei der Abwehr gegnerischer Schadenersatzforderungen belasten den Vertrag nicht.

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S

Schadenersatz: Die Schadenersatzpflicht ist gesetzlich in § 823 BGB geregelt und ist der Ausgleich zwischen Geschädigten und Verursacher des Schadens.

Schadenfreiheitsrabatt: Der Schadenfreiheitsrabatt ist die Beitragsermäßigung in der Kfz-Versicherung. Sie wird nach der Dauer der Schadenfreiheit errechnet. Kfz-Fahrer erreichen nach 25 schadensfreien Kalenderjahren den höchsten Rabatt. Ein Schadenfreiheitsrabatt ist im Allgemeinen personen- und vertragsgebunden. Eine Übertragung bzw. Anrechnung des Schadenfreiheitsrabattes ist bei anderen Versicherungen möglich.

Schadenrückkauf: Es lohnt sich nicht immer, jeden entstandenen Schaden über die Versicherung regulieren zu lassen. Das kann sich für lange Zeit als belastend für die Beitragshöhe auswirken. Oft wird erst nach Abschluss der Schadenregulierung durch die Versicherung, die Höhe der Ersatzleistung deutlich. Um die Möglichkeit der Selbstregulierung des Versicherten zu gewährleisten, ist die Versicherung, bei einer Schadensersatzleistung unter 500?. zur Vorabinformierung verpflichtet und muss die Möglichkeit eines Schadenrückkaufs anbieten. Nach dieser Mitteilung hat 6 Monate Zeit, den regulierten Schaden zurück zu kaufen. Eine Rückkaufmöglichkeit eines regulierten Schadens ist in der Fahrzeugversicherung, Voll- und Teilkasko, nicht gegeben.

Selbstbeteiligung: Man hat mit der Vereinbarung einer Selbstbeteiligung eine direkte Einflussmöglichkeit auf die Höhe seines Versicherungsbeitrages. Je höher die Selbstbeteiligung, desto geringer ist der Beitrag. Je nach Versicherung werden unterschiedliche Selbstbeteiligungen bzw. Selbstbeteiligungskombinationen angeboten.

T

Teilkasko: Die Teilkaskoversicherung dient dem Schutz des Fahrzeugwertes. Dieser Abschluss ist freiwillig und sinnvoll für Fahrzeuge mit entsprechendem Wert. Die Teilkaskoversicherung schließt je nach Versicherung folgende Schadensursachen ein: Brand oder Explosion, Diebstahl, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung, Wildschaden, Marderbiss und Bruchschäden an der Verglasung und Schäden an der Verkabelung durch Kurzschluss. Die Teilkaskoversicherung kann auf eine Vollkaskoversicherung erweitert werden.

Tarifgruppe: Die Zuordnung des Versicherten zu einer Tarifgruppe dient der Versicherung zur Tarifierung in der Kfz-Pflichtversicherung. Von der derzeitig ausgeübten Tätigkeit ausgehend ordnen die Versicherungen den Kunden in eine der drei Tarifgruppen ein: Landwirte (Agrarier) in Tarifgruppe A, Behördenangestellte, Beamte in Tarifgruppe B und übrige Berufszweige in Tarifgruppe R.

V

Vollkasko: Die Vollkaskoversicherung deckt zusätzlich zur Teilkaskoversicherung folgende Schadensursachen ab: Eigenschäden durch Unfall, Schäden durch mutwillige Handlungen fremder Personen (Brems-, Betriebs- und reine Bruchschäden sind keine Unfallschäden. Die Vollkaskoversicherung wird in der Regel mit einer Selbstbeteiligung abgeschlossen.

W

Wiederbeschaffungswert: Die Kfz-Versicherung leistet bis zum Tag des Schadens den Wiederbeschaffungswert bei Beschädigung, Zerstörung oder Verlust des versicherten Fahrzeugs zusätzlich seiner mitversicherten Teile.

Wildschaden: Wildschaden gilt nur bei Zusammenstoß mit Haarwild, nicht aber bei gezähmten Tieren, wie z. Bsp. Kuh, Hund, Katze und genauso wenig wie bei Wildgänse etc. Vorrausetzung für eine Versicherungsleistung ist, dass sich das Kfz beim Zusammenprall noch in Bewegung befunden hat. Wildschäden, die durch Brems- oder Ausweichmanöver entstehen werden nicht ersetzt. also nicht gezähmt, wie z. Bsp. Kuh, Hund, Katze etc., und behaart sein. Wildgänse etc. gelten nicht als Haarwild.